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Alljährlich werden in Frankreich Tonnen von Rotem Tunfisch in illegalen Netzen gefangen. Der Umweltschutzorganisation Oceana sind nun aktuelle Bilder gelungen. Eine Flotte französischer Fischerboote reagierte mit Angriffen auf das Forschungsschiff.  Ein französisches Boot bedrängt die Oceana Ranger. Foto: OCEANA/ Xavier Pastor
Trotz Hetzjagd, Drohungen und Übergriffen seitens einer Flotte französischer Treibnetzfischer 25 Seemeilen vor der Saint Raphäel Südküste auf die Oceana "Ranger", konnte die Organisation in der vergangenen Woche Beweismaterial sammeln, das belegt, dass Dutzende von französischen Fischerbooten verbotene Netze verwenden. Dabei hat Frankreich ohnehin während der letzten beiden Jahre die für den Roten Tunfisch (Thunnus thynnus) erteilte Fangquote überschritten. Ein Teil dieses Tunfischfangs geht auf eine Flotte von Fischerbooten zurück, die im Golfe du Lion Treibnetze von drei bis acht Kilometern Länge gebrauchen. Wie Oceana vor Ort feststellen konnte, scheuen die französischen Netzfischer nicht vor Gewalt zurück, um zu vermeiden, dass die europäischen Fischereiminister und die Öffentlichkeit Kenntnis und Bilder von ihrer Arbeit im Mittelmeer mit von der EU und der UNO verbotenen Netzen erhalten.  Zwei von den französischen Treibnetzfischbooten belagern Oceana. Foto: OCEANA/ Carlos Suárez. Die von Oceana verbreiteten Fotos belegen nicht nur die erlittenen Angriffe und Drohungen, sondern auch den Fang von Rotem Tunfisch, vor allem der Jungtiere. "Wenn sich eine Fischereiflotte von Beobachtern gestört fühlt, bedeutet dies, dass sie nicht gerade stolz auf ihre Arbeit ist. Es liegt auf der Hand, dass die Aktivitäten der französischen Netzfischer nicht ganz astrein sind. Deshalb haben sie alle möglichen Mittel genutzt, um ihr Vorgehen zu verbergen.", kommentiert Xavier Pastor, Kampagnenleiter an Bord der Oceana Ranger, die angriffe der Fischer. Auf der nächsten Sitzung der EU-Fischereiminister soll die völlige Abschaffung dieser Treibnetze diskutiert werden, die aufgrund der Nachgiebigkeit einiger Regierungen und einiger Rechtslücken trotz eines Verbotes durch die Vereinten Nationen in den Neunziger Jahren und des Nutzungsverbots ab 2002 durch eine EU-Verordnung von mehreren europäischen Flotten weiterverwendet werden. Die andere große Fischereiflotte, die in der EU mit illegalen Netzen auf Fischfang geht, ist die italienische. Doch während die französischen Behörden entschieden wegschauen, hat die italienische Regierung im Laufe dieses Jahres bereits über 60 Kilometer illegaler Treibnetze beschlagnahmt und sich verpflichtet, diese Gesetzeswidrigkeit nicht zuzulassen. Das Video Link zu Oceana Quelle: Unterwasser |